In unserer letzten Schulwoche haben wir mit Frau Hofmann ein Mittelalterprojekt gestartet.

Am Dienstag haben wir die Einleitung in das Projekt gemacht. Frau Schädlich, Historikerin vom bbz, hat uns einen Vortrag über die Hexenverfolgung und -verbrennung in Bernau gehalten. Dann haben wir über die Stadt-Chronik gesprochen und Frau Schädlich hat uns erzählt, dass sie zusammen mit einer Künstlerin ein Denkmal zur Hexenverfolgung geplant hat, was anschließend auch gebaut wurde.

 

Nun haben wir uns in die Gruppen „Kochen“, „ Spiele“ und „Kleidung“ aufgeteilt. In der Gruppe Kochen haben wir mittelalterliches Essen hergestellt wie z.B. Hirsebrei, Sauerteigbrot, Fladen und Kräuterquark. Die „Spielegruppe“ hat Papierwaffen hergestellt. In der Gruppe „Kleidung“ haben wir uns mittelalterlich verkleidet und uns ein kleines Rollenspiel ausgedacht.

Am Mittwoch haben wir die mittelalterliche Schrift nachgeahmt und ein kleines Theaterstück über den Hexenprozess der Dorothea Meermann eingeübt, welches wir später im Gemeindesaal aufgeführt haben. Dieses Theaterstück hat Frau Schädlich über die Verurteilung der Bernauer Hexe geschrieben.

Am letzten Tag unseres Projektes haben wir das mittelalterliche Bernau erkundet. Zuerst haben wir in kleinen Gruppen eine Stadtrally durchgeführt, bei der wir verschiedene Fragen beantworten sollten. Die nette Frau am Henkerhaus wusste die Lösung von allen Fragen.

Danach sind wir in der St. Marienkirche gewesen, wo wir Bilder über Bernauer Bürger sahen, die in unserem gestrigen Theaterstück vorgekommen sind, so wie z.B. Thomas Behling. Auf einem Bild wurde die hohe Säuglingssterblichkeit aufgegriffen. Frau Schädlich hat uns erklärt, dass bei den Jungen nur jeder 6. überlebte und bei den Mädchen ist jedes dritte Mädchen früh gestorben. In der St. Marienkirche durften die reichen Bürger der Stadt früher in extra angefertigten Stühlen sitzen, das normale Volk war unten. Die Handwerker waren auch über dem Volk, sie hatten extra eine Treppe zu ihren Plätzen gehabt. Am Geländer konnte man die Geschichte der Bibel sehen und die Namen der Handwerker.

Später sind wir zu einem nachgebauten Bierkeller unter der Sparkasse gegangen. So einen Keller hatte übrigens früher jeder zweite Bernauer. Am Ende unseres Ausfluges sind einige Schüler von uns noch in das Henkerhaus gegangen.

Diese drei Tage Mittelalterprojekt waren sehr interessant und wir haben auch viel über Bernau erfahren.

 

Anna, Arthur, Leon und Tim

 

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